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150 Jahre „Ring“
Der Wiener Prachtboulevard feiert heuer sein rundes Jubiläum
zurück | 12/5/2007
Der Ring heute: der bekanntestes Boulevard Österreichs. Ein nahezu geschlossenes Ensemble von Gebäuden des Historismus, Flaniermeile, Touristenattraktion etc. Ein Topos für Österreichs Demokratie – und im Jahre 2008 auch offizielle Fanmeile der UEFA EURO. Der Ring ist heuer 150 Jahre alt. Und noch heuer wird das Palais Hansen, eines der Hautwerke des Ringstraßenarchitekten veräußert – eine nachhaltige Sanierung und Nutzung ist angesagt.

Am 25. Dezember 1857 verfügte Kaiser Franz Josefs anlässlich der Verschönerung seiner Residenzstadt die Schleifung der Stadtmauern und die Anlage eines Prachtboulevards an Stelle des so gewonnenen Rings um das Stadtzentrum. 150 Jahre später ist der „Ring“, wie er von den Österreichern genannt wird, das Wahrzeichen der Stadt und des Staates.

Einen virtuellen Rundgang mit interessanten Informationen zu den Bauwerken und der Geschichte gibt es anlässlich des Geburtstages auf lehrweb.at.

Der Ring ist Straße mit Individualverkehr, inklusive Fahrradweg und Fußgängerpromenade, und öffentlichem Nahverkehr zugleich Mit einer täglichen Fahrzeugfrequenz von 280.000 und damit vergleichbar mit europäischen Boulevards wie der Champs-Élysées.

Dabei versammelt kein anderer Boulevard Europas derart viele wesentliche staatliche und kulturelle Einrichtungen auf engstem Raum: Parlament und Wiener Rathaus sowie Ministerien einerseits, Universitätsgebäude, Staatsoper, Burgtheater, Museum für angewandte und bildende Kunst, Kunst- und Naturhistorisches Museum als kulturelle Einrichtungen andererseits und schließlich noch Finanzdienstleister sowie international tätige Großunternehmen und Organisationen.

Gleichzeitig ist der Ring Schnittstelle des repräsentativen gesellschaftlichen Lebens und Ansammlung der größten Luxushotels in Wien. Experten schätzen den Gesamtwert der Immobilien, die sich entlang des Wiener Ring-Boulevards befinden auf 120 Milliarden Euro, eine fiktive Summe natürlich, die den ideellen und touristischen Mehrwert für Wien durch den Ring außen vor lässt.

Die EM-Fan-Zone 2008

Im Jahre 2008 wird der Ring vorübergehend für den öffentlichen und privaten Verkehr gesperrt werden. Hier wird die offizielle Fan-Zone für die EM 2008 eingerichtet, dem größten Medienereignis der 2. Republik. Hunderttausende Fußballfans werden sich hier zum Public Viewing und Public Entertainment einfinden und die zwei Wochen dauernden Fußballeuropameisterschaften begleiten, deren Finale am 27. Juni 2008 im Ernst Happel-Stadion im Prater stattfindet.

Als Geburtstagsgeschenk bekommt der Ring deshalb in diesem Jahr auch ein Facelifting, natürlich nur die Fahrbahn betreffend. Auf dem Burgring, dem Karl-Luger-Ring und dem Schottenring wird noch bis Mitte November die Fahrbahn saniert, um den Fans im kommenden Jahr eine einwandfreie Basis zum ausgelassenen Feiern zu bieten.

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